Concerto da Camera


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Besetzung Zupfensemble oder -orchester (Mandoline 1 und 2, Mandola, Gitarre und Kontrabass)
beendet 01.11.2006
gewidmet Spielkreis für Zupfinstrumente
Sätze 1. Allegro non troppo – 2. Andante sostenuto e cantabile – 3. Allegro assai
Länge 10 min.
verlegt bei edition daniel huschert

Das vorliegende »Concerto da Camera« entstand auf Anregung des Spielkreises für Zupfinstrumente, der aus dem Teg'ler Zupforchester hervorgegangen und in Berlin tätig ist.
Es handelt sich um eine barock-klassische Komposition in drei Sätzen, bei der besonderen Wert darauf gelegt wurde, trotz leichter Spielbarkeit ein ansprechendes musikalisches Geschehen zu erzeugen, das nicht nur ästhetischen sondern auch künstlerischen Ansprüchen genügt.

Der erste Satz ist dreiteilig und beginnt direkt mit einem fröhlichen Hauptthema. Der Seitensatz moduliert von C-dur nach G-dur und führt zur Wiederholung des Hauptthemas. Nach einer Zäsur beginnt der kontrastierende Mittelteil in B-dur. Eine lyrische Melodie wird exponiert und anschließend reichhaltig erweitert, bevor wieder der Hauptteil erklingt. Eine kurze Coda beschließt diesen freundlichen Kopfsatz.
Der zweite Satz besteht hauptsächlich aus Akkordbrechungen, die eine besondere Ruhe in der Ausführung verlangen. Die Bewegung wandert von der ersten Stimme zur Mandola und zurück, dann erklingt der resolute Mittelteil. Seine scharfen Punktierungen wirken streng und kontrastieren stark mit den fließenden Bewegungen des Hauptteils. Diese beiden Charakteristika werden zu Beginn der Reprise miteinander verbunden, und am Ende bleiben die Akkordbrechungen des Anfangs in feinstem Pianissimo.
Der dritte Satz ist ein übermütiger Kehraus: Sein schwungvolles Thema bricht in der Wiederholung überraschend ab und wird fugiert durchgeführt. Die tumultartige Polyphonie dieses Teils führt plötzlich zum Seitensatz des Themas zurück und leitet die kurze Schlusswendung ein, die das Werk stimmig abrundet.