Fünf Stücke
| Besetzung | Gitarre solo |
| beendet | 05.12.2003 |
| gewidmet | Michael Kubik |
| Sätze | 1. »Gestern« – 2. »Sieben« – 3. »Eis« – 4. »Mosaik« – 5. »Dunkel« |
| Länge | 2:45 min – 1:10 min. – 2:30 min. – 2:45 min. – 2:10 min. |
| verlegt bei | edition daniel huschert |
Die Harmonik der fußt auf drei Elementen: 1. freie bis strenge Zwölftontechnik 2. Akkorde aus Quarten und Quinten, die parallel verschoben werden 3. ist die Komposition grundsätzlich stark durchchromatisiert.
Das erste Stück stellt den Prozeß des sich Erinnerns dar. Aus einzelnen Elementen formen sich nach und nach komplexere Gedanken, die, einmal erinnert, sofort anderen Elementen Platz machen.
Das zweite Stück läßt sich formal vollständig auf die Zahl 7 zurückführen. Es verwendet den 7/8-Takt und besteht aus sieben Teilen, die jeweils eine Länge von sieben Takten haben. Dabei ist die Spannungskurve der herkömmlichen genau entgegengesetzt.
Im dritten Stück steht nicht Bewegung sondern Statik im Vordergrund. Eine Eisfläche gerät nach und nach so unter Spannung, daß sie schließlich am Ende bricht. Die Töne der auskomponierten Triller und Tremoli sind in diesem Satz komplett zwölftönig organisiert.
Im vierten Stück werden ähnlich wie im ersten Stück kleine Bausteine (Mosaiksteine) zu einem größeren Gebilde zusammengesetzt. Auch hier gibt es eine große Steigerung, bevor sich der strukturell ganz anders gestaltete Mittelteil, quasi ein "Mini-Sonatensatz", anschließt. Die Reprise des Hauptteils ruft noch einmal einige Strukturen vom Anfang in Erinnerung, bevor ein mäanderartiges Band, erzeugt aus sich chromatisch verschiebenden Akkordbrechungen, den Satz beschließt.
Im letzten Stück ist schließlich der Titel programmatisch für Klangfarben und Register. Es handelt sich um eine freie Form, wobei das auffälligste Merkmal der Wechsel zwischen bewegten und statischen Momenten ist.
